Seestadt Leipzig: Vollendung des Elster-Saale-Kanals. Eine Glosse

Elster-Saale- Kanal am Hafen1933 hat ein anderer Größenwahnsinniger Arbeitslosen den Kanal buddeln lassen.

 

 

Foto: Wikipedia, gemeinfrei: Kanalende am Lindenauer Hafen

Er ist aber nicht fertig geworden; das lag wohl hauptsächlich daran, daß es bald keine Arbeitslosen mehr gab und andere Projekte für die Kriegsvorbereitung wichtiger waren. Trotzdem hatte er ein wirtschaftliches Interesse.

Vielleicht wollte er auch Autos aus der von ihm gegründeten Autofabrik in Wolfsburg auf dem Wasserweg nach Leipzig schippern. Wenn man den Kanal heutzutage wirtschaftlich nutzen wollte, könnte man höchstens Autos von Leipzig nach Wolfsburg schippern, denn in Leipzig werden eindeutig die besseren Autos gebaut.

Aber die heutigen Befürworter zur Vollendung des Projektes haben gar kein wirtschaftliches Interesse, und rechnen können sie auch nicht. Sie haben nur Tourismus im Sinn und selbst mit der prognostizierten Zahl von Motorbooten (die spätestens im Karl-Heine-Kanal zu täglichen Staus führt) übersteigen die kalkulierten Betriebskosten die Einnahmen um 200.000 € jährlich. Die 106.000.000 € Investition müssen sich ja auch noch amortisieren. Leipzig braucht das Geld an vielen Stellen dringender, als es einer kleinen Lobby an den Kanal zu werfen.

Siehe auch: LVZ-online v. 16.2.2012