Kompost im Kleingarten

kompost"Der Komposthaufen ist die Sparbüchse des Kleingärtners". Die eigene Kompostbereitung ist die preiswerteste und ökologisch günstigste Art, den Gartenboden mit Humus und Nährstoffen zu versorgen.

 

Vorbildlicher Kompostplatz mit 4 Boxen

 (- Sammeln - Aufsetzten - Umsetzen- Reifen/ Sieben/ fertig)

 

 Als Ausgangsmaterial eignen sich alle organischen Gartenabfälle (außer mit hartnäckigen Schadpilzen befallenes Material. Dafür wird bei der Kompostierung im Kleingarten nicht im gesamten Material die erforderliche Rottetemperatur erreicht). Speisereste und Tierkadaver gehören nicht auf den Kompost!

 

Kompostierungsverfahren:

Die offene Kompostierung mit den Verfahrensschritten : Sammeln, Aufsetzen der Kompostmiete, Umsetzen und Reifen/ Sieben, gelingt immer, wenn einige Grundregeln beachtet werden.

Beim Sammeln:

- Steine, Plaste, Bindedraht und Co. aussortieren.

- Zerkleinern des Ausgangsmaterials mit einem guten Hächsler verringert die Rottezeit erheblich.

- Nassen Rasenschnitt nur in kleinen Mengen einbringen, mit anderem (holzigen) Material mischen oder vortrocknen

Beim Aufsetzen:

- "Holziges" und "krautiges" Ausgangsmaterial gut mischen

- ggf. etwas Gartenkalk zusetzen (Kompostbeschleuniger o.ä. Zusätze sind nicht erforderlich)

- etwas fertigen Kompost zum "impfen" beimengen

- feucht (nicht naß) halten und ggf. beschatten

Beim Umsetzen:

- Äußeres Material nach innen bringen, dann entsteht nochmals ein Rottekern

- ggf. nochmaliges Umsetzen verkürzt die erforderliche Rottezeit und erhöht die Kompostqualität

Beim Sieben:

- Ausgesiebte Reste zum Impfen des neu aufgesetzten Kompostes verwenden.

Für die offene Kompostierung sollte der Kompostplatz ca. 3 % der Gartenfläche haben.

Kompostierung in Kompostboxen:

Kleingärtner sind ordnungsliebend und haben meist wenig Platz, deshalb bevorzugen viele die Kompostierung in Boxen. Dafür werden nur ca. 2 % der Gartenfläche benötigt. Die Verfahrensschritte sind prinzipiell die gleichen, wie bei der offenen Kompostierung. Wichtig ist, daß der Kompost Kontakt mit dem Gartenboden hat und die Boxen seitlich gut durchlüftet sind.

Vergleiche mal den Aufwand für die Kompostierung mit den Aufwendungen für die "externe Entsorgung" der Gartenabfälle:

- Fahrtkosten zum Wertstoffhof

- Abgabegebühren beim Wertstoffhof

- Beschaffungskosten für Torfmull, Pflanzenerde, Dünger zur vergleichbaren Aufwertung des Gartenbodens.

... Da kommen schnell einige Hundert € zusammen.